Warum Yoga glücklich macht – plus große Ankündigung!

Wann warst du das letzte Mal so richtig glücklich?

Ich meine nicht das kurze, flüchtige Glück, das man fühlt, wenn man ein Stück Schokolade auswickelt, ein überraschendes Geschenk bekommen hat oder jemand etwas Nettes sagt. Ich meine so richtig glücklich, rundum, ohne Einschränkungen. Einfach, weil alles gepasst hat. Weil du gerade komplett in dir ruhst, du dir nichts wünschst und dir nichts fehlt. Weil gerade überhaupt nichts besser sein könnte. Wann war das?

Weißt du nicht? Lange her?

Kenne ich. Dabei habe ich so ein tolles Leben – liebevolle Familie, gesundes Kind, schöne Wohnung, ganz viel Wald um mich herum, genug zu essen, kerngesund, tolle Hobbies… eigentlich müsste ich den ganzen Tag strahlen vor lauter Glück. Und doch – oft bahnt sich das Glücksgefühl seinen Weg und: zack! Kommt ein trüber Gedanke und macht alles wieder kaputt. Meistens nehme ich die kleinen Glücksmomente im Alltag nicht einmal wahr. Und wenn, koste ich sie nicht angemessen aus. Irgendwas ist immer.

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Eingewöhnung in die Kinderkrippe – so war der Kita-Start für uns

Irgendwann ist es soweit. Das Kind muss in den Kindergarten. Beziehungsweise in die Krippe. Früher war die „Eingewöhnung“ ja eine ziemlich simple Angelegenheit. Es gab nämlich keine. Kind abgeben, Küsschen und Tschüss.

Heute ist das anders. Heute gibt es Eingewöhnungsphasen, in denen sich die Kinder schrittweise an die Betreuung in der Kindertagesstätte und das Getrenntsein von den Eltern gewöhnen sollen. In unserer Kita läuft die Eingewöhnung nach dem sogenannten Berliner Modell.

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Loslassen – Die härteste aller Lektionen

Das Kind ist mittlerweile in einem Alter, in dem man allerhand mit ihm anstellen kann. In den Streichelzoo gehen zum Beispiel, oder ins Schwimmbad oder rodeln. Wir waren letzte Woche im Urlaub am Chiemsee und es war super. Vor allem unkompliziert, weil die Kleine von den vielen neuen Eindrücken so überwältigt war, dass sie weder gequengelt hat noch gelangweilt war und abends ruck zuck eingeschlafen ist. Die Kehrseite der Medaille: Sie wollte mehr. Mehr Tiere, mehr Spaß, mehr Action.

Dann waren wir in einem Indoorspielplatz. Paradies für Kinder – Hölle für die Eltern. Ich war überhaupt das erste Mal in einer „Kids Arena“ und seitdem kann ich mir keinen schlimmeren Ort vorstellen. Überall wimmelnde Kinder, permanentes Geschrei in der Lautstärke eines startenden Düsenjets und wohin das Auge blickt grelle und bunte Farben. Und inmitten des wirren Getümmels irgendwo mein Kind. Mein Baby, hilflos und schutzbedürftig.

Oder auch nicht.

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Weder Fisch noch Fleisch – unser veganes Weihnachten

An Heiligabend gibt es in meiner Familie ja traditionell Gans mit Klößen und Rotkohl. Ein klassisches Weihnachtsessen, das meiner Mutter und meinem Vater heilig ist. Ihr könnt euch vorstellen, wie sie reagiert haben, als ich keine Gans mehr essen mochte. „Wie, aber es ist doch Weihnachten!“ „Du isst doch schon das ganze Jahr kein Fleisch, da kannst du doch zumindest an Heiligabend eine Ausnahme machen!“ Klar, wer erwartet zum Fest der Liebe schon Mitgefühl. In meinem ersten Jahr als Vegetarierin habe ich ihnen sogar den Gefallen getan und meine ethischen Vorbehalte zusammen mit der Gänsekeule runtergeschluckt. Ich wollte, dass alle ein frohes Fest hatten. 

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Was ich eigentlich den ganzen Tag mache und ab wann halten Kinder Mittagsschlaf?

Ich habe keine Zeit. Ich bin den ganzen Tag zuhause und habe eigentlich selten Termine, aber ich habe keine Zeit! Es gibt ja Menschen, insbesondere Männer, die können sich den Alltag einer nicht-berufstätigen Mutter schwer vorstellen. Bisschen putzen und kochen und mit dem Nachwuchs spielen, die hat doch den Lenz! 

Was ich den ganzen Tag mache? Putzen, kochen und mit dem Nachwuchs spielen, richtig. Aber eben auch noch waschen, saugen, aufräumen, baden (nicht mich), fegen, Grimassen schneiden, wickeln, spazieren gehen, Türmchen stapeln, backen, einkaufen, vorsingen, vorlesen, trösten und Hoppe hoppe Reiter spielen. Und nebenbei habe ich auch noch einen Mann (Freund, nicht verheiratet), der Aufmerksamkeit fordert.

Wie entspannt war doch die Zeit, als ich nach acht Stunden Dienst in der Onlineredaktion nach Hause gekommen bin und machen konnte, was ich wollte. WAS ICH WOLLTE! Sport, Bad nehmen, Party machen, Schnulzenfilm schauen und tafelweise Schokolade essen – scheiß egal, ich war frei! 

Nee, ich bereue nichts und alles hat seine Zeit. Aber manchmal wünsche ich mir schon ein klitzekleines Bisschen von meinem alten Leben zurück. Aber das wird wieder, berichten erfahrene Mütter und Väter. Es gibt ein Leben nach der Kleinkindphase.

Alisa läuft ja jetzt. Das ist toll und unglaublich süß. Aber eben auch unglaublich anstrengend. Weil sie flink wie ein Wiesel durch die Wohnung huscht und verbotene Sachen macht. Glasschrank ausräumen. Kekse verstreuen. Cremetuben aufschrauben und Inhalt verschmieren. Die Katzen ärgern. Ständig ist irgendwo Alarm.

Doch es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass mich das stört. Also manchmal wünsche ich mir schon etwas mehr Ruhe und ein stilles Kind, das bescheiden und leise mit seinen Püppchen spielt. Aber ich liebe meine kleine Räubertochter und bin froh, dass sie mit solch einer Neugier und Energie jeden Tag zum Abenteuer macht.

Neulich habe ich versucht, sie dazu zu bringen, Mittagsschlaf zu machen. Im Bettchen versteht sich. Soll ja bald in die Kinderkrippe gehen und dort gibt es auch kein Pardon. Aber ich sehe schwarz. Alisa braucht nach wie vor ZWEI Schläfchen am Tag, eins am Vormittag und eins am frühen Nachmittag. Die hält sie auch nicht im Bettchen, sondern ausschließlich im Kinderwagen. Als ich sie letztens vormittags wachgehalten habe, in der Hoffnung, dass sie dann nach dem Mittag so müde ist, dass sie einfach wehrlos im Bettchen einschläft, hätte sie mir vor Übermüdung und schlechter Laune beinahe die Bude auseinander genommen. Sie war völlig entsetzt, als ich sie dann auch noch ins Bett legen wollte und hat so lange geschrien, bis ich sie wieder angezogen und in die Kutsche gepackt habe (wo sie binnen Minuten eingeschlafen ist). Das heißt, ich gehe mit ihr nach wie vor zweimal täglich raus – bei Wind und Wetter, Schnee und Sturm. Gut für die Gesundheit und gut für die Figur, schlecht fürs Energielevel. 

Dafür geht sie abends ohne Wenn und Aber ins Bett. Meistens läuft es so ab, dass wir zu Abend essen, dann wird gebadet, gesungen und gekuschelt und dann geht es ohne viel Tam Tam in die Heia. Sie kennt das Ritual und mittlerweile ist es auch sehr selten geworden, dass sie sich beschwert oder nochmal nach Mama ruft. 

Sie ist dafür schon früh zeitig wach und auch nachts immer mal auf zum Trinken, aber ich genieße meine freien Abendstunden. Oft bin ich dann zwar auch nicht mehr wirklich produktiv, weil ich mein ganzes Pulver schon am Tag verschossen habe, aber manchmal reicht es eben doch noch für ein paar liegengebliebene Sachen, Handarbeiten oder einen Text. Und das ist doch auch schon was. 

Wie ist das bei euch, kommt ihr mit euren Mäusen auch zu nichts? Und wie klappt es mit dem Mittagsschlaf, ab wann haben eure Kinder tagsüber nur noch ein Schläfchen gebraucht?

Habt noch eine schöne Weihnachtszeit!

Wenn ich das nächste Mal zum Schreiben komme (und das ist hoffentlich VOR Weihnachten), verrate ich euch, was es bei uns dieses Jahr zum Weihnachtsmenü geben wird. Spoiler: Kein Fleisch! 😉 

Bis dahin!

XOXO,

Annemarie

Aussehen sticht Charakter – wie bewahre ich meine Tochter vor einem verzerrten Körperbild?

Heute beim Spaziergehen auf dem Feld zwei Mädchen getroffen. Die beiden waren vielleicht zwölf, höchstens 13 Jahre alt. Die eine hatte eine Kamera und die andere war das „Model“. Das Kind posierte vor dem Maisfeld, Rücken zur Kamera, Po herausgestreckt, Arme hinter dem Kopf verschränkt, ihre Haare wehten im Wind. So eine Instagram-Pose, die schon bei erwachsenen Frauen albern aussieht. Als würden sie von der Polizei festgenommen. Hände hoch und Gesicht zur Wand!

Bei der Kleinen wirkte das Ganze erst recht bizarr. Nicht nur, dass sie im allergrößtem Herbststurm ohne Schal dastand (solche Sachen fallen mir jetzt auf als Mutter), sondern dass sie vermutlich nicht einmal wusste, wie gefährlich solche Fotos sein können. Vor allem, wenn sie in sozialen Netzwerken verbreitet werden. Weiterlesen „Aussehen sticht Charakter – wie bewahre ich meine Tochter vor einem verzerrten Körperbild?“

Hurra, der erste Geburtstag! Ein Jahr wie ein Leben

Früher dachte ich ja immer, die Alten spinnen, wenn sie jammern, wie schnell doch die Zeit vergeht. Wenn mich die Tanten in die Wangen zwickten und riefen „Ei, du bist ja schon wieder gewachsen.“ Früher war ein Jahr wie ein Jahrhundert. Ein Tag war eine Ewigkeit und jeder Morgen versprach ein neues Abenteuer.

Damals waren Geburtstage noch richtig was zum Feiern, ohne diesen gouvernantenmäßig-mahnenden Charakter. Wieder ein Jahr vorbei, wieder so viele Träume nicht erfüllt. Vielleicht hat man auch zu viele. Nach Island reisen, Yogalehrer werden, die Erde aus dem Weltall sehen – die Liste wird immer länger. Früher hat man von dem neuen „Barbie Super Abenteuer Camper“  geträumt oder einem Besuch auf der Annaberger Kät. Man kann Kindern ja viel Fantasie und Hirngespinste nachsagen, aber ihre Wünsche sind realistischer. Weiterlesen „Hurra, der erste Geburtstag! Ein Jahr wie ein Leben“

Knopfbatterie verschluckt – ein Fall für die Notaufnahme!

Ein Kind im Krabbelalter zu haben ist ungefähr so, als hätte man einen Affen im Haus. In allen Zimmern herrscht Chaos, überall liegt Essen rum und ständig Gekreische. Mit ungefähr zehn Monaten hat meine Tochter gelernt, dass sie nicht unbedingt Mama oder Papa braucht, um ein Ziel zu erreichen. Sondern dass sie das auch alleine kann. Ihr erster Schritt in Richtung Selbständigkeit begann im Sitzen.  Weiterlesen „Knopfbatterie verschluckt – ein Fall für die Notaufnahme!“

Endometriose: Glutnester im Bauch

Endometriose. Bis vor zwei Jahren wusste ich nicht, dass es diese Krankheit gibt. Geschweige denn, dass ich von ihr betroffen bin. Dabei leiden allein in Deutschland zwischen zwei und sechs Millionen Frauen an Endometriose, jährlich erkranken rund 40.000 Frauen neu.

Endometriose nennt man Gebärmutterzellen, die im gesamten Unterleibt versprengt vorkommen. Wie sie dort hingelangen, ist bislang ungeklärt. Möglicherweise durch Vererbung, Ernährung, Fehlfunktionen des Immunsystems, rückfließendes Menstruationsblut, Verbreitung der Zellen über Blut und Lymphe, Umwelteinflüsse… infrage kommen viele Faktoren.

Die Endometriose-Herde jedenfalls verhalten sich wie die normalen Gebärmutterzellen zyklisch und können – weil sie während der Menstruation eben auch bluten und dadurch chronisch entzündet sind – zu folgenden Beschwerden führen:

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Süße Kätzchen und brutales Gemetzel

Ich mag meine Katzen. Wirklich, sehr. Sie bekommen sogar Fleisch aus echten toten Tieren. Aber manchmal, manchmal machen sie mich fertig.

Wenn sie mein Abendbrot fressen.

Wenn sie die Zimmerpflanzen bis zur Unkenntlichkeit verstümmeln. (Fleischfresser halt, die HASSEN Pflanzen!)

Wenn sie ins Laufgitter kacken.

Wenn sie mir, besonders wenn ich etwas Schweres transportiere, penetrant um die Füße schleichen.

Wenn sie überall ihre Haare liegen lassen.

Wenn sie ihre Krallen an meinem Sofa schärfen.

Wenn sie genau dann anfangen zu maunzen, wenn ich mich auf Zehenspitzen aus dem Kinderzimmer schleiche, so geräuschlos wie möglich hinaustripple und die Tür hauchzart hinter mir schlie… MAUUUUU! Miauuuuuu! Da könnte ich sie zum Mond schießen!  Weiterlesen „Süße Kätzchen und brutales Gemetzel“