Rückblick: Wie ich die Geburt im Krankenhaus erlebte + kleine Überraschung

Meine Püppi ist zwei geworden. Und Geburtstage, insbesondere der des eigenen Kindes, bringen bekanntermaßen eine gewisse Nostalgie mit sich. Woran erinnere ich mich als erstes, wenn ich an diesen besonderen Tag zurückdenke? Wehenschmerzen, den Duft des rosigen Köpfchens, Stillprobleme? Nein. Schon auch, aber sekundär. Das erste, was mir sofort in den Sinn kommt, wenn ich an den 12. September 2016 denke, ist – ganz banal: das Wetter. Weiterlesen „Rückblick: Wie ich die Geburt im Krankenhaus erlebte + kleine Überraschung“

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Plötzlich Rockstar – aus dem Leben einer Mutter mit Kleinkind

„Genießt die Ruhe“, sagten sie. „Kostet den Urlaub noch einmal richtig aus“, sagten sie. Ich sehe sie noch vor mir. In einem Café in Riva am Gardasee: ein Pärchen, Anfang dreißig, in ihrer Mitte ein braungelocktes Kleinkind. Ich war im siebten Monat schwanger und so ungeduldig vor Vorfreude auf unser kleines, liebliches Baby, dass ich am liebsten sofort entbunden hätte.

Wir lachten damals. „Ja, ja“, sagten wir . Wird schon nicht so arg werden, dachten wir.

Heute weiß ich: wir waren so naiv.

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Das beste Geschenk zum Muttertag

Jedes Jahr die gleiche Frage –was schenkt man der Mutter zum Muttertag? Blumen! Rufen die einen. Pralinen! Kaufen die anderen. Zeit! Sind sich alle einig. Und die Mutter –freut sich über alles. Was aber lässt das Mutterherz wirklich höher schlagen? Jenseits von Grünzeug und Süßkram muss doch auch eine Mutter verborgene Wünsche haben…

Nun, ich bin ja noch nicht lange Mutter. Im Vergleich zu anderen total unerfahren, eine „Azubi-Mutter“ sozusagen. Mein Kind ist noch nicht in einem Alter, in dem es Überlegungen anstellt, was es mir schenken könnte. Ich bin schon froh, wenn es gerade keine Überlegungen anstellt, was es wieder anstellen könnte. Und doch habe ich eine leise Ahnung, was Mütter – ob jung oder alt, erfahren oder nicht – sich von ihren Kindern wünschen könnten.

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6 Yoga-Mythen und was dahintersteckt

Meine Güte, wer hätte gedacht, dass etwas so Friedliches wie Yoga die Geister derart spaltet! „Yoga ist nur was für Eso-Tussen.“ Oder „Echte Männer machen kein Yoga.“ „Muss man für Yoga eigentlich Veganer sein?“ Leute, es geht um Yoga. Wir machen Körperübungen und lassen unseren Geist zur Ruhe kommen. Das heißt, wir huldigen weder einer autoritären Gottheit noch tadeln wir andere für ihre Ernährungsgewohnheiten.

Die meisten haben eine ungefähre Vorstellung davon, was Yoga ist. Viele haben schon mal Yoga gemacht, einige praktizieren regelmäßig, wenige interessieren sich für die geschichtlichen und spirituellen Hintergründe. Das ist der Grund, wieso Mythen und Vorurteile die Runde machen und sich hartnäckig halten. Und da mein Anliegen ist, möglichst viele Menschen in den Genuss von Yoga kommen zu lassen, möchte ich an dieser Stelle mit den gängigsten Vorurteilen aufräumen. Let’s Go!

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Warum Yoga glücklich macht – plus große Ankündigung!

Wann warst du das letzte Mal so richtig glücklich?

Ich meine nicht das kurze, flüchtige Glück, das man fühlt, wenn man ein Stück Schokolade auswickelt, ein überraschendes Geschenk bekommen hat oder jemand etwas Nettes sagt. Ich meine so richtig glücklich, rundum, ohne Einschränkungen. Einfach, weil alles gepasst hat. Weil du gerade komplett in dir ruhst, du dir nichts wünschst und dir nichts fehlt. Weil gerade überhaupt nichts besser sein könnte. Wann war das?

Weißt du nicht? Lange her?

Kenne ich. Dabei habe ich so ein tolles Leben – liebevolle Familie, gesundes Kind, schöne Wohnung, ganz viel Wald um mich herum, genug zu essen, kerngesund, tolle Hobbies… eigentlich müsste ich den ganzen Tag strahlen vor lauter Glück. Und doch – oft bahnt sich das Glücksgefühl seinen Weg und: zack! Kommt ein trüber Gedanke und macht alles wieder kaputt. Meistens nehme ich die kleinen Glücksmomente im Alltag nicht einmal wahr. Und wenn, koste ich sie nicht angemessen aus. Irgendwas ist immer.

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Eingewöhnung in die Kinderkrippe – so war der Kita-Start für uns

Irgendwann ist es soweit. Das Kind muss in den Kindergarten. Beziehungsweise in die Krippe. Früher war die „Eingewöhnung“ ja eine ziemlich simple Angelegenheit. Es gab nämlich keine. Kind abgeben, Küsschen und Tschüss.

Heute ist das anders. Heute gibt es Eingewöhnungsphasen, in denen sich die Kinder schrittweise an die Betreuung in der Kindertagesstätte und das Getrenntsein von den Eltern gewöhnen sollen. In unserer Kita läuft die Eingewöhnung nach dem sogenannten Berliner Modell.

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Loslassen – Die härteste aller Lektionen

Das Kind ist mittlerweile in einem Alter, in dem man allerhand mit ihm anstellen kann. In den Streichelzoo gehen zum Beispiel, oder ins Schwimmbad oder rodeln. Wir waren letzte Woche im Urlaub am Chiemsee und es war super. Vor allem unkompliziert, weil die Kleine von den vielen neuen Eindrücken so überwältigt war, dass sie weder gequengelt hat noch gelangweilt war und abends ruck zuck eingeschlafen ist. Die Kehrseite der Medaille: Sie wollte mehr. Mehr Tiere, mehr Spaß, mehr Action.

Dann waren wir in einem Indoorspielplatz. Paradies für Kinder – Hölle für die Eltern. Ich war überhaupt das erste Mal in einer „Kids Arena“ und seitdem kann ich mir keinen schlimmeren Ort vorstellen. Überall wimmelnde Kinder, permanentes Geschrei in der Lautstärke eines startenden Düsenjets und wohin das Auge blickt grelle und bunte Farben. Und inmitten des wirren Getümmels irgendwo mein Kind. Mein Baby, hilflos und schutzbedürftig.

Oder auch nicht.

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Weder Fisch noch Fleisch – unser veganes Weihnachten

An Heiligabend gibt es in meiner Familie ja traditionell Gans mit Klößen und Rotkohl. Ein klassisches Weihnachtsessen, das meiner Mutter und meinem Vater heilig ist. Ihr könnt euch vorstellen, wie sie reagiert haben, als ich keine Gans mehr essen mochte. „Wie, aber es ist doch Weihnachten!“ „Du isst doch schon das ganze Jahr kein Fleisch, da kannst du doch zumindest an Heiligabend eine Ausnahme machen!“ Klar, wer erwartet zum Fest der Liebe schon Mitgefühl. In meinem ersten Jahr als Vegetarierin habe ich ihnen sogar den Gefallen getan und meine ethischen Vorbehalte zusammen mit der Gänsekeule runtergeschluckt. Ich wollte, dass alle ein frohes Fest hatten. 

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Was ich eigentlich den ganzen Tag mache und ab wann halten Kinder Mittagsschlaf?

Ich habe keine Zeit. Ich bin den ganzen Tag zuhause und habe eigentlich selten Termine, aber ich habe keine Zeit! Es gibt ja Menschen, insbesondere Männer, die können sich den Alltag einer nicht-berufstätigen Mutter schwer vorstellen. Bisschen putzen und kochen und mit dem Nachwuchs spielen, die hat doch den Lenz!  Weiterlesen „Was ich eigentlich den ganzen Tag mache und ab wann halten Kinder Mittagsschlaf?“

Aussehen sticht Charakter – wie bewahre ich meine Tochter vor einem verzerrten Körperbild?

Heute beim Spaziergehen auf dem Feld zwei Mädchen getroffen. Die beiden waren vielleicht zwölf, höchstens 13 Jahre alt. Die eine hatte eine Kamera und die andere war das „Model“. Das Kind posierte vor dem Maisfeld, Rücken zur Kamera, Po herausgestreckt, Arme hinter dem Kopf verschränkt, ihre Haare wehten im Wind. So eine Instagram-Pose, die schon bei erwachsenen Frauen albern aussieht. Als würden sie von der Polizei festgenommen. Hände hoch und Gesicht zur Wand!

Bei der Kleinen wirkte das Ganze erst recht bizarr. Nicht nur, dass sie im allergrößtem Herbststurm ohne Schal dastand (solche Sachen fallen mir jetzt auf als Mutter), sondern dass sie vermutlich nicht einmal wusste, wie gefährlich solche Fotos sein können. Vor allem, wenn sie in sozialen Netzwerken verbreitet werden. Weiterlesen „Aussehen sticht Charakter – wie bewahre ich meine Tochter vor einem verzerrten Körperbild?“